Lexikon von A – Z


A – Z

Anschlüsse

Es gibt eine Vielzahl von Anschlüssen. Dabei wird zwischen Computeranschlüssen, Videoanschlüssen, Steuerungsanschlüssen, Netzwerkanschlüssen uvm. unterschieden. Maßgeblich für den Anschluss ist die Signalquelle. Ein VGA-Anschluss verarbeitet also analoge VGA-Signale, ein HDMI bspw. verarbeitet digitale Signale. Eine Adaption verschiedener Anschlüsse ist teilweise durch Adapter möglich.

ANSI Lumen

Steht für „American National Standard Institute“ und ist eine genormte Maßeinheit, die die Lichtleistung z.B. eines Projektors angibt. Der Berechnung zugrunde liegt die Aufteilung einer 1m² großen Projektionsfläche in 9 gleiche Teile. Der mathematische Durchschnitt der Lichtleistung (gemessen in LUX) im Zentrum jeden Feldes ergibt den ANSI Lumen-Wert. Um ein gutes Bild zu erhalten, ist also nicht alleine die ANSI Lumen-Wert entscheidend, auch eine gleichmäßige Ausleuchtung des gesamten Bildes zeichnet eine gute Projektion aus.

Auflösung

Eine der entscheidenden Angaben bei Daten-/Videoprojektoren, Bildschirmen oder Dokumentenkameras ist die Angabe über die Auflösung des Gerätes, d.h. wie viele Bildpunkte (Pixel) kann das Gerät tatsächlich darstellen. Je höher die Auflösung, desto detailreicher und schärfer ist das Bild (Voraussetzung ist natürlich eine entsprechende Auflösung der Signalquelle, bzw. des angeschlossenen Computers).

Die Gesamtpixelzahl wird dabei entscheidend durch das Bildformat mitbestimmt.

Im folgenden Schaubild finden Sie alle gängigen Auflösungen in Beziehung zum Bildformat. So wird für besonders feine CAD-Illustrationen oft ein Projektor mit WUXGA-Auflösung (1920 x 1200 Bildpunkte) gewählt, während für die Darstellung von Excel-Tabellen oder PowerPoint-Charts mit einem 4:3-Projektor eine XGA-Auflösung (1024 x 768 Bildpunkte häufig ausreichend ist.

Betriebsgeräusch

Die Lüfter Funktion eines jeden Projektors zur Kühlung der Lampe und anderer Bauteile erzeugt ein Betriebsgeräusch, gemessen in Dezibel (dB). Man unterscheidet hier zusätzlich zwischen dem Betriebsgeräusch im Normal- und im Ecomodus. Aufgrund der im Ecomodus herruntergeregelten Leistungen ist der Projektor i.d.R. im Eco-Mode deutlich leiser. Die reine Angabe des Betriebsgeräusches sagt nicht immer etwas über die gefühlte Lautstärke aus. Ein tieffrequenter Ton wird – obwohl er gemessen lauter ist – oft als weniger störend empfunden, als ein hochfrequenter Ton, selbst wenn dieser gemessen leiser ist.

Bildformat

Das Seitenverhältnis von Breite zu Höhe des Bildes beschreibt das Bildformat. Bei Videoformaten, als auch den Datenformaten VGA, SVGA und XGA ist 4:3 Standard. Full HD-Auflösungen werden im 16:9 Bildformat angezeigt. Ebenfalls üblich im Beamerbereich ist das 16:10 Format als WXGA oder WUXGA-Auflösung (vgl. auch Auflösung).

Bildschirmdiagonale

Die Bildschirmdiagonale beschreibt den Abstand zwei sich diagonal gegenüberliegender Ecken eines Bildes. Dieses Maß wird für gewöhnlich in Zoll angegeben (1 Zoll = 2,54 cm).

DLP – Technik

Steht für Digital Light Processing und ist eine Entwicklung von Texas Instruments® Bei der DLP-Projektionstechnik wird das Licht von der Lichtquelle durch ein oder mehrere Farbräder geworfen, wodurch das Licht eingefärbt wird. Diese Farbräder halten heute zwischen 3 bis 7 verschiedene Farben bereit. Das Licht wird über einen DLP-Chip gelenkt, auf dem sich mikroskopisch kleine Spiegel befinden. Je Bildpunkt/Pixel ist auf dem Chip ein Mikro-Spiegel eingebaut. Diese winzig kleinen Spiegel lassen sich jeweils unabhängig voneinander bewegen und somit das Licht durch das Objektiv auf die Projektionsfläche reflektieren, oder eben das Licht nicht zum Objektiv leiten, damit dieser Pixel als schwarze Fläche projiziert wird.

Die DLP-Technik zeichnet sich vor allem durch die extreme Langlebigkeit der Technik (Spiegel werden nahezu gar nicht abgenutzt und sind für den 24/7 Gebrauch geeignet) und die sehr hohen Kontrastwerte (vergleich weiß zu schwarz) aus.

DVI – Technik

Steht für „Digital Visual Interface“ ist ein Übertragungstandard für Videosignale.
Es wird zwischen DVI-A, DVI-D und DVI-I unterscheiden.
DVI-A = zur Übertragung ausschließlich analoger Signale
DVI-D = zur Übertragung ausschließlich digitaler Signale
DVI-I = zur Übertragung beider Signale

Fokus

Der Fokus dient dazu das projizierte Bild scharf zu stellen. Die heutigen Projektoren sind entweder mit einem manuellen Fokus (Regelung per Hand), einem motorisierten Fokus (Justieren per Knopfdruck), teilweise auch mit einem Autofokus (automatische Scharfstellung mithilfe einer im Projektor verbauten Kamera) ausgestattet.

Full-HD

Übersetzt „Vollständig hochauflösend“ bezeichnet die Fähigkeit eines Gerätes HDTV-Signale vollständig, also in 1920 x 1080 Pixel, wiederzugeben und darstellen zu können.

HDMI

„High Definition Multimedia Interface“ ist eine Schnittstelle zur Übertragung von digitalen Audio- und Videosignalen. HDMI versteht sich als eine Weiterentwicklung von DVI und hat den Vorteil über einen sehr viel kleineren Stecker zu verfügen, den man nicht noch zusätzlich verriegeln muss. HDMI enthält außerdem den Kopierschutz HDCP, die die Verbindung zudem noch sicherer macht. Im Gegensatz zu DVI kann über HDMI auch Ton übertragen werden.

Kontrastverhältnis

Der Unterschied zwischen dem dunkelsten und dem hellstem Bildbereich stellt das Kontrastverhältnis dar. Bei einem Wert von 700:1 bedeutet dies, dass der dunkelste darstellbare Schwarzton 700 Mal dunkler ist als der hellste darstellbare Weißton. Je höher das Kontrastverhältnis, desto dunkler ist der Schwarzwert des Bildes. Ein hoher Kontrast kann vor allem von DLP-Projektoren erreicht werden. Der Kontrastwert spielt vor allem in sehr dunkler Umgebung, wie Heimkinoanwendungen, eine Rolle. In Büroumgebungen ist ein Unterschied zwischen 1000:1 und 2000:1 vom menschlichen Auge praktisch nicht wahrnehmbar.

Lens-Shift

Lens-Shift ist eine optische Bildverschiebung ohne Qualitätsverlust. Der Projektor verfügt bei dieser Funktion über ein Objektiv, das entweder horizontal und/oder vertikal bewegt werden kann. Dies ist von Vorteil, wenn der Projektor nicht mittig zur Projektionsfläche aufgestellt werden kann. Lens-Shift rechnet im Gegensatz zur digitalen Keystone-/Trapez-Korrektur das Bild nicht um, es verschiebt es lediglich, ohne einen Qualitätsverlust. Da dies eine aufwendige Linsentechnologie voraussetzt, sind die Projektoren teurer.

Trapezkorrektur

Der Trapezeffekt tritt bei einer Beamerprojektion immer dann auf, wenn das Bild nicht rechtwinklig zur Projektionsachse (also nach oben, unten, rechts oder links) projiziert wird. Das Bild ist dann verzerrt und läuft auf einer Seite trapezförmig zu.
Die digitale Trapezkorrektur rechnet die Pixel um, so dass das Bild rechtwinklig erscheint. Diese Umrechnung geht allerdings immer mit einer mehr oder minder starken Verringerung der Bildqualität einher. Die digitale Trapezkorrektur sollte daher immer ein Notbehelf darstellen.

Im Gegensatz zur digitalen Trapezkorrektur kann bei vorhanden sein eines Lens-Shift Funktion das Bild durch Verschiebung des Objektives und ohne Umrechnung von Bildpunkten korrigiert werden. Ein Objektiv mit Lensshift besitzen oft hochwertige Installationsprojektoren und Heimkinogeräte. Bei der Bildkorrektur mittels Lensshift tritt keine Bildverschlechterung ein, da sämtliche Pixel dargestellt werden.

WLAN

Steht für Wirless Local Area Network. Dabei handelt es sich um ein lokales Funknetzwerk zur kabellosen Übertragung von Daten. In vielen Ländern, wie z.B. USA, Großbritanien, Spanien, Frankreich, Niederlande, wird als synonym auch häufig der Begriff WiFi verwendet.

WXGA

1280 x 768 (bei Bildschirmen), 16:9 Format; 1280 x 800 Bildpunkte (bei Projektoren), 16:10 Fomat. S. auch „Auflösungen“.

XGA

1024 x 768 Bildpunkte, 4:3 Format. S. auch „Auflösungen“.

Zoll

Bilddiagonalen und Bildbreiten werden oft in Zoll angegeben. 1 Zoll entspricht 2,54 cm.